HELLE NÄCHTE Film Interview Georg Friedrich

Georg Friedrich über Helle Nächte

Sie haben zum ersten Mal mit Thomas Arslan gearbeitet. Was hat Sie am Drehbuch überzeugt?

Das kann ich nur schwer sagen, denn ich wähle meine Filme nicht nach dem Drehbuch aus. Ich bin ein schlechter Leser, ich kann Drehbücher nur schwer bewerten und beurteilen. Ich entscheide eher danach, ob ich dem Regisseur etwas zutraue und ob ich ihn gut leiden kann.

Konnten Sie für die Rolle aus eigenen Erfahrungen schöpfen?

Manchmal geht das, dass man persönliche Erfahrungen mit einbringen kann, aber bei Helle Nächte war das nicht der Fall. Ich kenne natürlich vieles aus der Beziehung zu meinem eigenen Sohn. Aber daraus konnte ich nichts für die Rolle schöpfen, das ist wieder eine andere Situation. Zwei Menschen haben immer eine ganz eigene Chemie miteinander. Die Erfahrung, die ich mit jemandem anderem habe, kann ich nicht auf einen dritten draufstülpen. Ich muss mich auf den Kollegen, mit dem ich spiele, und auf die Situation, die im Buch beschrieben ist, einlassen.

Warum fällt es Vätern oft so schwer, die Gefühle ihrer Kinder wahrzunehmen?

Mir fällt es eigentlich nicht so schwer. Wenn sie weinen, dann tut ihnen etwas weh oder sie sind traurig, und wenn sie lachen, dann gefällt ihnen etwas... (lacht) Und je besser man jemanden kennt, desto besser erkennt man dann auch, wie es dem gerade geht. Es kommt auch auf den Menschen an, dem man gegenüber steht, wie gerne oder wie gut der Gefühle zeigen kann oder nicht. Aber auf meine Rolle im Film bezogen: Der bemüht sich, der kennt seinen Jungen schon, aber er weigert sich erstmal, den ersten Schritt tun zu müssen. Und als er ihn dann macht, weil er erkennt, dass er dem Jungen nicht die ganze Verantwortung überlassen kann, wird er erstmal zurückgestoßen.

Sie wurden für Ihre Rolle mit dem Silbernen Bären als Bester Hauptdarsteller ausgezeichnet. Was bedeutet Ihnen das?

Es ist ein wahnsinnig schönes Gefühl. So eine Wertschätzung für seine Arbeit zu bekommen, ist einfach so etwas irrsinnig Schönes und Befreiendes und Beflügelndes.

»Ein stilles Drama mit eindrucksvollen Bildern, sparsamen Dialogen und wunderbaren Schauspielern... Georg Friedrichs Darstellung ist herausragend.«
ARD TAGESSCHAU
»Helle Nächte zeigt Thomas Arslan in großer Form: Ein neuerlicher Beweis für sein Gespür fürs präzise, intime Drama. Beide Hauptdarsteller glänzen mit ihrem extrem nuancierten Spiel.«
FILMMAKERS MAGAZINE
»Wunderbar fotografiert von Reinhold Vorschneider, mit einer Filmmusik voller unterschwelliger Spannung vom Force-Majeur-Komponisten Ola Fløttum.«
SCREEN DAILY
»Man muss sich auf die Langsamkeit und Sprödigkeit von Helle Nächte einlassen können: Dann ist es ein Film, der einen warm berührt.«
SWR2
»Die Berlinale-Jury lag richtig: Georg Friedrich vermeidet in der Rolle des Vaters simple Psychologismen und schafft mit seiner großartigen Präsenz ein authentisches, pures Gefühl.«
TÉLÉRAMA
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HELLE NÄCHTE. Georg Friedrich und Tristan Göbel im neuen Film von Thomas Arslan.
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